1. RRL u13 /u19 - ein ausführlicher Bericht

WP 20171112 001Der BVS lud am vergangenen Sonntag zur 1. Regionalrangliste der Altersklassen U13 und U19 in die heiligen Hallen der SG Gittersee und auch eine kleine aber schlagkräftige Truppe des RBV folgte dem Ruf.

Hochmotiviert und topfit standen in der u13 Lucy, Anna und Karl ab 8 Uhr in der Halle und erwärmten sich voller Vorfreude auf interessante Spiele, um den Trainingsstand zu diesem Zeitpunkt im sportlichen Zwiegespräch mit anderen zu erörtern. Jalina musste das Treiben zwecks gesundheitlicher Engpässe leider am heimischen Fernsehbildschirm verfolgen. Auf diesem Wege, falls noch notwendig: Gute Besserung!!

Ein wenig unglücklich begann der Tag für Lucy, die aufgrund von Absagen ins A-Feld rutschte und sich dort mit der ein oder anderen Spielerin messen musste, die vielleicht ein wenig geübter agieren konnte. Trotz der scheinbar unlösbaren Aufgabe schlug sie sich wacker und konnte mit vereinzelten Nadelstichen in allen Spielen einige Akzente setzen und zeigen, dass die absolvierten Trainingseinheiten bisweilen langsam Früchte tragen.

Mit Anna stellte der RBV die an 2. Position gesetzte Spielerin in der Altersklasse der noch nicht ganz 13-jährigen. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten, die sicherlich ein wenig der Uhrzeit geschuldet waren setzte sie sich im ersten Spiel dann doch sicher in zwei Sätzen durch. Angespornt von diesem Auftakt nach Maß und nicht zuletzt durch das positive Zusprechen der Trainer Stephan und Papa Mark, wurde auch das zweite Spiel an diesem Tag sicher in trockene Tücher gebracht.

Nachdem Anna auch im Halbfinale die Oberhand behielt, galt es nun im Finale noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Leider sollte es an diesem Tag trotz einer starken Leistung im zweiten Satz nicht reichen, den obersten Platz auf dem Treppchen zu erklimmen. Mit dem erreichten zweiten Platz und den gezeigten Leistungen kann Anna jedoch sehr zufrieden sein. Und wer weiß, vielleicht können im Training noch die ein oder anderen Stellschrauben noch ein wenig nachjustiert werden, damit es beim nächsten Mal für den Platz an der Spitze reicht.

Im Jungeneinzel stellte Karl sich im A-Feld der Herausforderung und ging auf Punktejagd. Nachdem er in der ersten Runde noch pausieren durfte, gelang auch ihm ein guter Start ins Turnier mit einem schnirkellosen Sieg in seiner ersten Partie. So souverän er im ersten Spiel agierte musste er sich im zweiten Spiel gegen den späteren Turniersieger geschlagen geben. Mit einer guten kämpferischen Leistung musste man sich eingestehen, dass der Gegenüber auf fast alles die richtige Antwort hatte.

Von diesem Spielverlauf unbeeindruckt ging es in die dritte Partie die sich schon etwas enger gestaltete. Leider konnte auch hier trotz guter und konzentrierter Leistung nichts Zählbares mitgenommen werden.

Aber Karl wäre nicht Karl, wenn er sich nicht noch das ein oder andere Körnchen für das letzte Spiel aufgehoben hätte. Nachdem der erste Satz noch abgegeben werden musste, kämpfte Karl bis zuletzt und eroberte sich im dritten Satz den Sieg mit einem deutlichen 15:14.

U19

Gegen Mittag schlenderten dann auch die „Großen“ in die Halle, denn es galt für die U19er die Beste bzw. den Besten unter sich auszumachen. Die Protagonisten seitens des RBV in dieser Episode waren Emily, Franz, Andy und Albert. Auch hier musste man auf 20% der anfangs gemeldeten Gruppe verzichten, da Jakob aus Gründen von Interessenvielfalt einer anderen Veranstaltung beiwohnte.

Die Gesetzen Franz und Andy konnten sich in der ersten Runde noch ein wenig ausruhen, da sich durch die Anzahl der gemeldeten keiner fand, der gegen einen der beiden antreten wollte. Einzig Albert musste sich bei den Jungen von der ersten Runde an beweisen. Mit seiner gewohnt lässigen Art und trotzdem recht fokussiert und auch zielstrebig ging er in sein Erstrundenmatch. Konnte dies aber trotz einiger guter Aktionen und rausgespielter Punkte nicht für sich entscheiden.

Seine weiteren Spiele konnte Albert mit guten Leistungen für sich entscheiden. Eine geringe eigene Fehlerquote und ein aggressives Spiel im richtigen Moment waren die Schlüssel in den folgenden Partien.

Im seinem letzten Spiel reichte es dann leider nicht mehr, da die Konzentration und Konsequenz in den entscheidenden Phasen der einzelnen Ballwechsel nicht mehr die gleiche war, wie noch in den Spielen davor. So musste sich Albert im dritten Satz leider seinem Gegner geschlagen geben. Dennoch eine gute Leistung im Mittelteil des Turniers und in weiten Phasen wurde das Potential sichtbar, welches mit gezielten Trainingseinheiten an die Oberfläche gebracht werden kann.

Ab der zweiten Runde griffen auch die beiden anderen in Turniergeschehen ein. Andy erwischte dabei den etwas holprigeren Start. Während er im ersten Satz noch gut mithalten konnte und diesen nur knapp mit 17:21 abgeben musste, häuften sich kleine Konzentrationsschwächen im zweiten Satz der Andy musste seinen Kontrahenten ziehen lassen.

Im zweiten Spiel zeigte er sich und den Mitgereisten was alles möglich ist, wenn man ruhig und konzentriert von Ballwechsel zu Ballwechsel voranschreitet. Zwar gab es auch hier den ein oder anderen überhasteten Punktversuch, allerdings reflektierte Andy zwischen den Ballwechseln zur Abwechslung mal positiv und blieb somit ruhig und gelassen, egal was passierte. Und siehe da, mit guter POSITIVER Leistung holte er sich den dritten Satz und gewann dieses Spiel.

Auch wenn seine beiden letzten Spiele weniger von Erfolg gekrönt waren war zu erkennen, dass Andy immer wieder versuchte positiv mit sich selbst umzugehen, um die Erfahrungen aus dem gewonnen Spiel sofort wieder anzuwenden. Dies gelang streckenweise auch sehr gut, allerdings auf Kosten der eigenen Konzentration. Dennoch bleibt festzustellen, dass Andy mit ein wenig mehr Ruhe im Ballwechsel und einem gesunden Maß an Selbstkritik dazwischen zu weitaus mehr in Lage ist, als es das Turnierergebnis an diesem Wochenende ausdrückt.

Und wie lief es bei Franz? Franz braucht keine Ruhe. Franz braucht lange und intensive Ballwechsel, in denen er mit seiner Physis über den Gegner herfallen kann. Gesagt getan. Von seinen drei Spielen an diesem Tag ging es in zweien über die volle Distanz. Und hätte es an diesem Tag eine Verlängerung gegeben, Franz hätte sie das ein oder andere Mal in Anspruch genommen.

Das erste Spiel gestaltete sich nach dem Geschmack von Spieler und Trainer und konnte in zwei Sätzen zugunsten des Probanden entschieden werden. Intensive Ballwechsel und das ein oder andere Kunststückchen versprach das zweite Spiel. Mit einer kleinen Schwächephase im zweiten Satz, die auch ein wenig auf zu viel Verspieltheit zurückzuführen ist, fand Franz im dritten Satz wieder zu alter Stärke und Sicherheit zurück und konnte seinen Finaleinzug festmachen.

Das Finale war ein emotionales auf und ab auf beiden Seiten. Nachdem der erste Satz abgegeben werden musste und Stephan sein Coaching-Talent unter Beweis stellen musste, lief der zweite Satz wie das berühmte heiße Messer durch die Butter. Große Sicherheit in den Grundschlägen und eine starke kämpferische Leistung prägten das Spiel des RBV-Schützlings.

Im dritten Satz schien der Wind wieder aus einer anderen Richtung zu wehen. Zum Seitenwechsel und auch danach klaffte eine recht große Punktelücke zwischen beiden Spielern, wobei Franz hierbei im Hintertreffen war. Aber ähnlich wie Karl am Mittag kämpfte sich Franz Punkt für Punkt wieder heran. Leider reichte es am Ende nicht den Kampf mit einem positiven Ergebnis zu veredeln und so blieb ein trotz allem starker zweiter Rang.

Es wäre sicherlich hilfreich für Franz, wenn er auch im Training so konzentriert und fokussiert zu Werke gehen würde, um sich so ein ordentliches Stück weiter entwickeln zu können.

Bei den Mädchen hielt Emily die Fahne für den RBV hoch. Nicht zuletzt deswegen erhielt sie tatkräftige Unterstützung von ihrer Doppelpartnerin, die bei jedem Spiel mit Rat und Tat zur Seite stand. So spielt es sich gleich viel einfacher dachte sich Emily und marschierte relativ sicher durch ihre ersten beiden Spiele und kam so auch langsam auf Betiebstemperatur.

Das war auch nötig, denn im darauffolgenden Halbfinale wurde ihr mehr Paroli geboten und Widerstand entgegengebracht, als sie anfangs vermutete. Aber mit einer ordentlichen Portion Feuer im Spiel und Konzentrationsphasen zu Beginn der Ballwechsel konnte auch diese Aufgabe in zwei Sätzen gelöst werden.

Das anstehende Finale gegen die bis dahin sehr stark aufspielende Pheline Krüger versprach also schon im Vorfeld so einiges. Und es hielt, was es versprach. Es ging auch hier über die volle Distanz von drei Sätzen und einer knapper als der andere. Im ersten Satz musste Emily sich erst einmal auf die Spielweise der Gegnerin einspielen und fand nicht zu 100% zu ihrer Spielstärke. Daraus resultierend der Satzverlust.

Im zweiten Satz lieferten sich beide ein Kopf an Kopf rennen und keine von beiden konnte sich wirklich absetzen. Nun besser in ihrem Spiel konnte Emily diesen Satz mit starkem kämpferischen Einsatz für sich entscheiden und somit den entscheidenden dritten Satz erzwingen.

Dieser Satz war geprägt von engen Ballwechseln und auch der ein oder anderen Schwächephase auf beiden Seiten. Aber ab Mitte des dritten Satzes nahm Emily immer mehr das Heft in die Hand und zwang ihre Gegnerin mit erneut großem Einsatz in die Knie. Ein würdiges Finale mit starken Teilnehmerinnen und dem für den RBV richtigen Ende und einem verdienten Podestplatz für Emily. Mit der ein oder anderen Trainingseinheit im Punkte Spritzigkeit sind auch hier nach oben noch alle Möglichkeiten offen.

Fazit der Rangliste:

Alle RBVer können mit ihren gezeigten Leistungen zufrieden sein. Es wurden Potentiale teilweise abgerufen oder zumindest aufgezeigt. An diesen können sich die Einzelnen Spieler orientieren und für sich das entsprechende herausnehmen und weiter an ihren Fähigkeiten arbeiten. Die Luft nach oben ist da, aber es muss sich keiner verstecken.

Der Ausrichter hat mit der Einführung des Meeting-Points einen Hauch von internationalem Flair in die Halle gebracht. Auch wenn das ein oder andere Mal vielleicht ein wenig zu viele Spieler in Vorbereitung aufgerufen worden, ist es dennoch ein guter Ansatz um gerade junge Spielern die Möglichkeit zu geben, sich nicht zuletzt mental besser auf ihre Spiele vorzubereiten. Eine gute Idee, die es wert ist beibehalten zu werden.

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